Urologe

Als Urologe wird ein Facharzt für Urologie bezeichnet. Verbände der Urologien sind die Urologischen Gesellschaften.
Um nach einem absolvierten Medizinstudium in Deutschland als Facharzt für Urologie tätig zu werden, bedarf es einer insgesamt fünfjährigen Weiterbildungszeit, die sich wie folgt zusammensetzt:

  • 4 Jahre Urologie bei einem weiterbildungsberechtigten Arzt. Mindestens ein Jahr bei einem Arzt mit voller Weiterbildungsberechtigung. Hierauf anrechenbar sind:
    • 6 Monate Anatomie oder Gynäkologie oder Kinderchirurgie oder Plastische Chirurgie
  • 1 Jahr Chirurgie im Stationsdienst.

Ein Jahr darf bei einem niedergelassenen Arzt abgeleistet werden.

Darüber hinaus muss die Durchführung einer bestimmten Anzahl von Operationen, der so genannte „OP-Katalog“ als auch die selbständig durchgeführte Anwendung diagnostischer Verfahren und Befundungen nachgewiesen werden.

Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann die Anmeldung zur Facharztprüfung bei der zuständigen Ärztekammer eingereicht werden.

Im Rahmen der Neuordnung der Weiterbildung ergibt sich folgende Weiterbildungszeit (für Deutschland): [1]
60 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1, davon können bis zu 12 Monate in der stationären Patientenversorgung im Gebiet Chirurgie, 6 Monate in einem anderen Gebiet und bis zu 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden.

Die Urologie ist ein Teilgebiet der Medizin. Sie beschäftigt sich mit den harnbildenden und harnableitenden Organen, also von Niere, Harnblase, Harnleiter und Harnröhre, und den Geschlechtsorganen des Mannes, also Hoden, Nebenhoden, Samenleiter, Samenbläschen, Penis, sowie der Prostata. Es gibt Überschneidungen zur Nephrologie, Gynäkologie, Neurologie, Onkologie und Chirurgie.

O.g. Artikel basiert auf einem Artikel der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Hinterlasse eine Antwort