Gelegentlich besitzen Menschen eine zusätzliche Rippe an der Halswirbelsäule, die auch Halsrippe genannt wird. Diese Extrarippe kann auch aus fibrösem, hartem Material bestehen. Die Extrarippe drückt auf Nerven und Blutgefäße im Nacken-Hals-Bereich. Die ersten Symptome treten üblicherweise im Alter von 20-30 Jahren auf.
- Man kann einen Knoten im Halsbereich ertasten (palpieren)
- Nacken und Hals sind sehr schmerzempfindlich
- Schmerzen vor allem hinter dem oder den Schlüsselbein(en)
- Schmerzen auf der Innenseite des Arms nach dem Tragen von Einkaufskörben, Taschen etc.
- Immer wieder auftretende Kälte und bläuliche Verfärbung der Finger
[...] Halsrippe [...]
Bei mir wurde vor kurzem eine Halsrippe diagnostiziert, kommt es denn oft vor?
Die Halsrippe – wie auch Kiemenbildung, ausgeprägtes herausgewachsenes Steißbein als Schwanzansatz, Schwimmhäute oder mehrere Brustwarzen sind alles genetische Erbschaften aus der Urzeit.
Es gibt viele Beispiele und manchmal kommt es eben zu einem sogenannten Atavismus, einem Rückschritt in der Evolution.
Bei fast allen Wirbeltieren tragen auch die Halswirbel Rippen und so kommt es auch bei ca. 1 % aller Menschen noch vor ( 55 % einseitig, 45 % zweiseitig ).
Bei 10% der Patienten mit einer Halsrippe kann es zu Komplikationen kommen ( Halsrippensyndrom ) die aber durch eine Resektion der Halsrippe behoben werden können.